Seminare mit Praxis

Außerschulische Lernorte im Biologieunterricht

Ob auf Wiesen und Feldern, im Wald oder am Fluss – in wohl keinem anderen Schulfach sind die Möglichkeiten für Exkursionen so vielfältig wie im Biologieunterricht. Damit die Schüler möglichst viel auf ihren Ausflügen in die Natur lernen, wollen die Exkursionen gut vorbereitet und geplant sein. In diesem Projekt bekamen zukünftige Lehrerinnen und Lehrer die notwendigen Kompetenzen vermittelt, um selber eine Expedition außerhalb des Schulgebäudes zu organisieren und durchzuführen.

Bochumer Bilanziergang

Wie entwickelt man eigentlich eine Stadt? Was für Bestandteile gehören nicht nur zum Minimum, sondern zu einem guten Leben? Welche Probleme und Konflikte fallen an? Studierende der RUB sind schon seit Jahren mit dem Verein University meets Querenburg aktiv, um den Stadtteil zu erforschen, mit zu entwickeln und vor allem: zu beleben! Das interdisziplinäre Lehrangebot beleuchtet die urbanen Aspekte von Stadtenwicklung aus der Perspektive unterschiedlichster Wissenschaftsdisziplinen theoretisch und praktisch. 

https://www.bilanziergang.de

Die Sprache der Dinge

Während Studierende die meiste Zeit damit verbringen, Fachwissen anzusammeln und in Form von Klausuren oder Seminararbeiten aufzubereiten, sind ein erster Praxisbezug und die Weitergabe von diesen Kenntnissen oft außen vor. Wie man sinnvoll anderen die bereits erworbene Expertise vermitteln kann, ist jedoch eine Kernkompetenz, die für jeden Fachbereich von enormer Bedeutung ist. Das Aufbereiten von Informationen und Sachkenntnis für heterogene Gruppen, fachfremde Personen und/oder die Präsentation von Spezialwissen an andere einzuüben ist das Anliegen des Projekts. Hier werden Theorie und Praxis ineinander verschränkt und in Form eines Moduls für den Optionalbereich im Sommersemester 2019 erste Erfahrungen gesammelt. Durch verschiedene Formate der Vermittlung, Moderation und objektbezogenen Präsentation wird den Studierenden zunächst das nötige Methodenwissen vermittelt, um den Praxisteil des Moduls zu bestreiten: ein eigenes Abschlussprogramm bildet den Höhepunkt des Projekts.

Digital Marketing in Practice

Das Projekt „Digital Marketing in Practice“ organisiert im Sommersemester 2019 ein Modul für Bachelorstudierende im Bereich digitalem Marketing mit dem Fokus auf Social Media Marketing. Dabei sollen aber nicht allein theoretische Inhalte im Vordergrund stehen, sondern auch die direkte praktische Anwendung des Erlernten. Dazu werden im Anschluss einer theoretischen Veranstaltung reale Fragestellungen von Unternehmen in Form von Projekten bearbeitet. Die Durchführung der Projekte erfolgt durch die Studierenden in Gruppen. 

eBoards im Deutschunterricht

Die gute alte Kreidetafel ist an vielen Schulen schon Geschichte – abgelöst wird sie vom interaktiven eBoard mit Internetanschluss. Aber wie lassen sich seine vielen Finessen sinnvoll in den Unterricht einbauen? In diesem Projekt wurden angehende Lehrer fit im Umgang mit dem eBoard gemacht. Sie gestalteten Unterricht haben ihr bereits vorhandenes Wissen angewendet. Auf diesem Wege erforschten sie die didaktischen Potenziale des eBoards und entwickelten Kompetenzen für einen lernförderlichen Einsatz in ihrem gegenwärtigen und zukünftigen Unterricht.

Expeditionen und Wissenschaft

Die zentralen Fragestellungen des Lehrprojektes sind: Wie wird ‚das Fremde‘ repräsentiert? Was verraten die jeweiligen Repräsentationen über zeitgenössisches Denken in der Heimat und welche Effekte hatten die Reisen auf die Vorstellung der Welt und die Entwicklung jeweiliger Wissenschaften? Der Workshop im Schülerlabor eröffnet Schülerinnen und Schülern Einblicke in universitäre Strukturen und geisteswissenschaftliche Arbeitstechniken.

Presse zum Projektabschluss: https://news.rub.de/studium/2017-07-06-studentisches-lehrprojekt-kritischer-blick-auf-die-wissenschaft (RUB-Newsportal 06.07.2017)

Gamification

Arbeitest du noch oder spielst du schon? Gamification ist ein neuartiges Motivationskonzept, das den Nutzen digitaler Spiele für nicht-spielerische Ziele in den Vordergrund stellt. Damit ist der Einsatz von Computer- und Videospielen zur Vermittlung von Wissen (z.B. Serious Games) oder zur Motivation und Verhaltensänderung (z.B. Gamification) gemeint. Neben der Vermittlung der theoretischen Grundlagen üben die Studierenden die praktischen Problemstellungen einer tatsächlichen Spielentwicklung bei der Entwicklung eines Gesundheitsspiels (Health Game).

https://dbs-lin.ruhr-uni-bochum.de/lehreladen/e-learning-technik-in-der-lehre/game-based-learning/

Game Studies

Sind Computerspiele gefährlich oder pädagogisch sinnvoll? Um einen Austausch zwischen Wissenschaft und Computerspielindustrie möglich zu machen, organisieren Studierende aller Fachrichtungen eine Vortragsreihe zum Thema „Thanks for Playing – Exkurse zum digitalen Spiel“ sowie ein Lehrangebot im Optionalbereich im WS 2013/14 und WS 2014/15.

https://www.facebook.com/initiativegamestudies

Geschichte im Spielfilm

Das Initiativprojekt „Geschichte im Spielfilm“ bietet sowohl Schülern als auch Studierenden, Referendaren und Lehrern einen Einblick in die kritische Auseinandersetzung mit dieser Gattung anhand eines Workshoptages im Fortbildungsformat. Für Schülerinnen und Schüler wird ein Angebot im Schülerlabor konzipiert und durchgeführt.

Gesundheit und Krankheit im sozialen Kontext

Die studentischen Tutoren/-innen der Anamnese-Gruppen an der Medizinische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum führten im WS 2013/14 und SS 2014 ein interprofessionelles Lehr-Lernprojekt für Studierende der Medizin, Psychologie und Sozialwissen-schaft durch. Dieses setzte sich aus zwei Kompaktseminaren und einer Arbeitstagung zusammen. Im Zentrum der Veranstaltun-gen standen die gesundheitlichen Lebenswirklichkeiten von Menschen mit chronischen Erkrankungen und/oder psychosozialen Belastungen, deren Erfahrungen mit dem gesundheitlichen Versorgungssystem sowie den sozialen Auswirkungen von gesund-heitlicher Behinderung. Aus den Begegnungen und Gesprächen mit Betroffenen rekonstruierten wir die Bedeutung von Begriffen wie „Gesundheit“, „Krankheit“ oder „prekär“ sowie die daraus resultierenden Anforderungen an eine salutogenetisch orientierte und individuell die Lebenswirklichkeit mit einbeziehende Gesundheitsversorgung.

https://www.ruhr-uni-bochum.de/instudies/angeklickt/initiativ/Aktionstag2014/projektposter_aktionstag_gesundheit.pdf

Intergrated Business Chinese

Der Kurs richtete sich an Studierende der Ostasienwissenschaften, die im Studium neben grundlegenden Sprachkenntnissen auch wichtige interkulturelle Kompetenzen für die Geschäftswelt erwerben wollten. Da es den Absolventen meist an praktischer Erfahrung hinsichtlich ihrer sprachlichen Ausdrucks- und Umgangsformen im Kontext „China und Wirtschaft“ fehlt, war ein solcher Kurs eine wertvolle Ergänzung im Lehrangebot. Er hatte das Ziel, interkulturelle Kompetenzen für die chinesische Wirtschaftswelt zu fördern und die Chinesischkenntnisse der Studierenden zu erweitern.

Lernreise – Schule kann auch anders gehen!

Mit dem „Prinzip Lernreise“ soll ein an anderen Universitäten wie z.B. Berlin und Bielefeld etabliertes Projekt an die RUB gebracht werden, um das Angebot in der Lehramtsausbildung durch eine Praxisphase zu ergänzen, die vor allem auf den Kompetenzbereich „Innovieren“ der Standards für die Lehramtsausbildung der KMK fokussiert. Im Mittelpunkt des „Prinzips Lernreise“ steht eine zwölftägige Reise durch NRW und angrenzende Bundesländer zu insgesamt sechs Schulen, die für ihre herausragenden Schulkonzepte durch Preise wie z.B. den deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurden. Das vorbereitende Tutorium beschäftigt sich wissenschaftlich mit den Kriterien guter Schule und qualitativen Beobachtungsmethoden, die auf der Reise in Unterrichtshospitation und Gesprächen mit verschiedensten Akteuren angewandt werden sollen, bevor jeder Schulbesuch im Anschluss qualitativ, fachlich und persönlich reflektiert wird. Ein Bericht zur ersten durchgeführten Lernreise gibt es hier auf der Seite des Deutschlandfunks zu hören (Bericht vom 04.03.2020, 14:54).

Marine Ökosysteme

„Schülerexperimente im Bereich mariner Ökosysteme – planen, durchführen, evaluieren“ ist ein Projekt, das sich an Lehramtsstudierende der Biologie richtet. Es verknüpft eine 8-tägige Exkursion zur Insel Helgoland mit einem semesterbegleitenden Seminar in der Fachdidaktik. Ziel des Projektes ist es, die Lücke zwischen der Fachwissenschaft und der praxisnahen Umsetzung zu schließen, um die Studierenden auf ihren zukünftigen Schulalltag vorzubereiten.

https://instudiesplus-projekt-helgoland.webnode.com

Old Images, Modern Stages

Eine neue Sprache wird heute aktiv erlernt. Dem Sprachverständnis und dem regelmäßigen Sprechen wird dabei eine besondere Wichtigkeit zugeschrieben, aber warum wird dies bei „alten“ Sprachen außer Acht gelassen? Das Projekt „Old Images, Modern Stages“ möchte eben diese Aspekte auf die drei mediävis-tischen Philologien Anglistik, Germanistik und spanische Romanistik anwenden. Gleichzeitig soll die interphilologische Arbeit neue Möglichkeiten für Philologie-übergreifende Lehrkonzepte an der RUB anstoßen. Dabei soll das aktive Sprechen von Altenglisch, Mittelhochdeutsch und Altspanisch anhand der Heldenepen Beowulf, Nibelungenlied und El Cantar de Mio Cid spielerisch erprobt, aber auch theoretisch behandelt werden. Ziel des Projekts ist es die Epen in ihrer jeweiligen Originalsprache in Theaterstücke umzuwandeln und schließlich auf die Bühne zu bringen. 

Pop und Gender

Das Lehrprojekt beleuchtete die Beziehungen zwischen Popkultur- und genderbezogenen Themen und setzte im aktuellen Diskurs neue Akzente. Das Seminar fand seinen Höhepunkt in der Organisation einer Tagung mit Vorträgen und Workshops. Die Teilnehmenden lernten neben Pop- und Gendertheorie auch praktisches Know-How zum Tagungsmanagement. Das Seminar und die Tagungsvorbereitung und -planung biot außerdem individuelle Möglichkeiten neue Themen und Kompetenzen für sich zu entdecken und zu bearbeiten.

Religion trifft Politik. Minderheiten im Nahen Osten

Im Nahen Osten findet sich eine einzigartige ethno-religiöse Vielfalt. Das Inititativprojekt „Religion trifft Politik. Minderheiten im Nahen Osten“ will Studierenden verschiedener Fachrichtungen vor allem auch die gegenwärtige Situation dieser Minderheiten/Vielfalt nahebringen. Dabei können sich Studierende zunächst grundlegendes Hintergrundwissen zum historischen, politischen und religiösen Kontext aneignen, um dann von Expertinnen und Experten aus der Region selbst, aber auch aus Deutschland vertiefende Analysen zu hören und diese mit ihnen intensiv zu diskutieren. Dieser Think Tank findet in Gestalt einer Posterpräsentation einen Abschluss, bei der eigene Fragen und Themenkomplexe innovativ weitergedacht und diskutiert werden können.

https://religion-politik.blogs.ruhr-uni-bochum.de

Rivalität, Ritual, Rassismus: Expeditionen als Methode des Erkenntnisgewinns

Welchen Erkenntnisgewinn haben eigentlich Forschungs- und Entdeckungsreisen für die Natur- und Kulturwissenschaften? Mit multimedialen Beispielen aus Natur- und Kulturwissenschaften wird das Thema Expedition aus einer interdisziplinären Perspektive beleuchtet. Anhand ausgewählter Beispiele (etwa den Reiseberichten von Humboldt und Merian oder Völkerschauen in Europa) soll der Austausch zwischen den verschiedenen Disziplinen der Teilnehmer_innen ermöglicht werden. Im Rahmen eines abschließenden Projekttages im Schülerlabor der RUB diskutieren die Studierenden ihre Arbeiten gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern im Rahmen eines Workshops.

SMS – Social Media for Students

Soziale Medien sind fest in der Lebenswelt von Studierenden verankert und spielen eine zunehmend wichtige Rolle in gesellschaftlichen und beruflichen Kontexten. Dieses studentische Initiativprojekt will Studierenden vermitteln, inwiefern sich die private und der professionellen Nutzung sozialer Medien unterscheidet und wie letzere aussehen kann.

Sprachlehrforschung im Museum

Bei diesem interdisziplinären Projekt erhielten Studierende die Möglichkeit, ein museums-pädagogisches Programm mit dem Schwerpunkt (Fremd-) Sprachenvermittlung zu entwickeln. Seit dem WS 2014/15 hat sich das studentische Initiativprojekt als Lehrangebot etabliert, welches als fachdidaktischer Teil für das Fach Geschichte im Lehramts-Modul „Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte“ im Optionalbereich angeboten wird. 

Ungebunden. Projekt Literaturagentur

Durch das Projekt „UNGEBUNDEN.“ wird die Arbeit einer Literaturagentur in einem über zwei Semester angelegten, studentisch geleiteten Seminar praktisch erfahrbar gemacht. Die Studierenden erwerben im ersten Semester in verschiedenen Blockveranstaltungen theoretische Grundlagen. Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist die Kommunikation mit den Autor*innen: Die Studierenden werden durch ein Feedback-Training und die Vermittlung von Grundlagen der Gesprächsführung darauf vorbereitet. Im zweiten Semester folgt eine Ausschreibung, die Autor*innen zur Einreichung von belletristischen Texten einlädt. Die eingereichten Texte werden von den Seminarteilnehmer*innen begutachtet und redigiert. Gemeinsam mit den Autor*innen wird über eine eventuelle Überarbeitung ihrer Manuskripte und die mögliche Platzierung auf dem literarischen Markt beraten. Abschließend werden die Manuskripte bei Verlagen eingereicht. Ziel des Projekts ist es, Studierenden einen berufspraktischen Einblick in die Arbeit einer Literaturagentur zu gewähren. Während des gesamten Projekts wird zudem das eigenverantwortliche Arbeiten, Selbstmanagement und die Reflexion der eigenen Arbeit gefördert. 

https://ungebunden.blogs.ruhr-uni-bochum.de

Das tv.RUB – Praxismodul

In den Praxismodulen der Lehr- und Lernredaktion von tv.RUB geht es um die Theorien, Konzepte unterschiedlicher Medienformate, wie z. B. Dokumenationen oder Reportagen. Ergänzt durch praktische Übungen haben Studierende die Möglichkeit, diese Formate dann in eigenen Projekten in Form von Mini-Dokus oder Reportagen in der vorlesungsfreien Zeit umzusetzen.

http://tv.rub.de/magazin.htm

Nydus One – Interdisciplinary student initiative

Studenten wollen menschliche Zellen drucken.

Artikel: https://news.rub.de/studium/2016-12-12-pionierprojekt-studenten-wollen-menschliche-zellen-drucken

Die Evolution des Druckens führt vom Buch über den Laser bis zu 3D. Jetzt könnte die nächste Stufe folgen. Zwei Studierende des Masterstudienganges Molecular and Developmental Stem Cell Biology hoffen, mit ihrem selbst gebauten Drucker Zellen produzieren zu können. Gemeinsam mit Studierenden aus den Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie der Medizin, die ebenso neugierig sind wie sie selbst, sollen an dem Pilotprojekt arbeiten.

Link zur Website heute: https://nydus.one/wiki/index.php/Main_Page

Weiterer Artikel: https://www.laborjournal.de/rubric/methoden/methoden/v224.php